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Grundsätze

Der Bremer Religionsunterricht unterscheidet sich wesentlich vom Religionsunterricht der meisten anderen Bundesländer. Er ist ein Religionsunterricht für alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer religiösen Sozialisation und fördert hiermit in besonderer Weise die Erziehung zu Offenheit und Toleranz.

Aktuelle Ereignisse und ihre Darstellung in den Medien zeigen immer wieder die Notwendigkeit auf, sich über religiöse Themen zu informieren, das wechselseitige Verständnis zu fördern und Vorurteile zu überwinden.

Im Zentrum unseres Unterrichts stehen entsprechend dem Leitbild unserer Schule die Schülerinnen und Schüler mit ihrer jeweiligen (religiösen) Identität und mit ihren Fragestellungen.

 

Für unsere Arbeit im Unterricht sind folgende Kriterien wichtig:
(1) Ohne Begegnung, Kenntnis und Dialog ist ein gegenseitiges Verständnis nicht möglich. Durch den gemeinsamen Unterricht wird auch die Gemeinschaft in der Schule gefördert und unterstützt.
(2) Das Toleranzgebot (Art. 33 LV) verpflichtet die Lehrkräfte in jedem Fach, auf die religiösen und weltanschaulichen Empfindungen aller Schülerinnen und Schüler Rücksicht zu nehmen. Das gilt auch für den Religionsunterricht.

(3) Sich mit Weltreligionen zu beschäftigen, ist sinnvoll, ohne das Gewissen in seiner Freiheit zu verletzen. Diese Auseinandersetzung schließt notwendig Informationen über die Entstehung und Geschichte der monotheistischen und anderen Religionen ein. Er fördert das gegenseitige Verstehen und bietet Hilfestellungen bei  dem schrittweisen Prozess, zu einer eigenen Identität zu finden.

 

Sekundarstufe I / Mittelstufe

Der Unterricht wird von allen Schülerinnen und Schülern besucht, unabhängig von ihrer Einstellung oder religiösen Zugehörigkeit. Von daher sind die genannten Aspekte der Förderung der Dialogbereitschaft und der Bereitschaft, sich mit verschiedenen Religionen zu beschäftigen, besonders wichtig.

Deshalb steht im Zentrum auch die Beschäftigung mit den Weltreligionen, in der Mittelstufe vor allem mit dem Judentum, dem Christentum und dem Islam. Neben religiösen Grundlagen, wie z. B. die Frage nach Gott, Schöpfungsvorstellungen, Heiligen Schriften etc. werden bereits in diesen Jahrgängen ethische Fragen erörtert, die der Lebensorientierung dienen können: z.B. Wie kann menschliches Zusammenleben sinnvoll gestaltet werden? Wer kann für mich Vorbild sein? Wie gehe ich mit Wahrheit und Lüge um?

 

Oberstufe

Religion in der Oberstufe ist eine Auseinandersetzung mit vielfältigen religiösen Aspekten im gesellschaftlichen Leben. Dabei wird berücksichtigt, dass der Unterricht nicht aufverbindlichem Grundwissen aufbauen kann.Weltreligionen werden nach ausgewählten Themen (z. B. Lehre, Geschichte, Gegenwart etc.) miteinander verglichen Es werden verschiedene Antworten auf Frage der Ethik und Moral gesucht und reflektiert. Phänomene des Atheismus, Existentialismus oder Nihilismus und die damit einhergehendeReligionskritik bilden einen weiteren Schwerpunkt unter Einbeziehung philosophischer Fragestellungen. Der Unterricht soll zur Selbstreflexion und zu eigenständigen begründeten Beurteilungen religiöser Fragestellungen hinführen.

Themenschwerpunkte der Religionskurse in Q 1 / Q 2:

• Gott und Mensch in den Religionen (z.B. Gottes- und Menschenbilder)

• Glaube und Religionsgemeinschaften (Weltreligionen)

• Ethik und Religion (religiöse, weltanschauliche und philosophische Ethik-Konzeptionen im Vergleich)

• Glaubensfreiheit

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